Teichbau - Fügetechnik
Verbinden der Dichtungsbahnen - Verbinden oder verschweißen der Teichfolie
Quellschweißen
Allgemeines
Beim Quellschweißen sind die trockenen, sauberen Verbindungsflächen mit Quellschweißmittel
anzulösen und unter Druck zu verbinden. Quellverschweißen ist auf offenen Baustellen eine
zuverlässige und einfache Verbindungsmethode. In geschlossenen Räumen ist die Verwendung von
Quellschweißmitteln nur unter Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaft erlaubt
( siehe Merkblatt über den Umgang mit Tetrahydrofuran ). Es darf nur unverdünntes Original
Quellschweißmittel ( THF ) verwendet werden.
7.4.1.2 Ausführung der Quellschweißung
Zum Quellschweißen wird das Quellschweißmittel mit einem ca. 5 cm breiten, ungeleimten Flachpinsel,
Borstenlänge ca. 4 cm, in die Überdeckung in Längsrichtung eingebracht. Die obere und untere Bahn
müssen in einem Zug angelöst werden und sollen, zum Beispiel mit der Hand, leicht zusammengedrückt
werden. dabei läßt sich durch leichten Druck mit der Handkante gleichzeitig auch die Schweißbreite
begrenzen. Entsprechend dem Schweißfortgang wird die frisch geschweißte Naht mit einem Polyethylen -
Sandsack belastet. Das Quellschweißmittel soll nicht überdosiert werden, damit es nicht hinter der Naht
verlaufen beziehungsweise sich nicht ungewollt verteilen kann. Die Verschweißbreite soll nach allgemeinen
Vorschriften bei mindestens 4 cm Nahtüberdeckung 3 cm betragen. In der Praxis hat sich herausgestellt, dass bei
bestimmten Detailausbildungen auch mit geringeren Schweißbreiten einwandfreie Dichtigkeit erreicht wird. Bei
Verlegetemperaturen unter + 5° C ist das Vorwärmen des Schweißbereiches mit einem
Heißluftgerät erforderlich.
Nacharbeiten
Sollten trotz größter Sorgfalt durch widrige Umstände Nahtkanten leicht abstehen, so müssen
diese mit einem Handschweißgerät (siehe Warmgasschweißen) nachgearbeitet werden.